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Editorial



Kirschen stehen für die sommerlichen Glücksgefühle meiner Kindheit. Auf dem alten Kirschbaum am Haus meiner Oma herumkraxelnd, begleitete mich stets deren Mahnung: „Fall nicht, Rehlein, gefolgt von: „Trink bloß kein Wasser, wenn Du Kirschen gegessen hast, sonst kriegst Du Cholera.“ Ach ja, da kann man alt werden, wie man will – diese Geschichten bleiben für immer und ewig nicht nur im Kopf, sondern vor allem im Herzen. Sofort läuft ein kompletter Film vor dem geistigen Auge ab und ich stelle, möglicherweise verklärt, fest: Die Sommer meiner Kindheit waren wunderschön, unbeschwert und voller Momente kleinen Glücks. Es brauchte keinen Urlaub in fernen Ländern, ein paar Stunden am Baggersee waren genug. Wenn Mama am Sonntag in aller Herrgottsfrühe die große Kühltasche mit Broten, Obst und Limo bestückte, wussten wir Kinder, dass es ein wunderbarer Tag im und am See werden würde. Wenn wir dann am späten Nachmittag völlig erschöpft und meist sonnenverbrannt nach Hause kamen, waren wir die glücklichsten Kinder der Welt. Bevor wir einschliefen, freuten wir uns oft schon auf den nächsten heißen Sommertag, an dem es in der Schule mit Sicherheit wieder hitzefrei geben würde. All das scheint für jüngere Generationen kaum vorstellbar und auch für uns sind solche Erinnerungen manchmal fast nicht mehr (be)greifbar, passen Sie doch so gar nicht mehr in die heutige Zeit. Und staunend stellen wir immer wieder fest, wie grundlegend sich die Welt und die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat. Ich gehöre sicher nicht zu den Menschen, die behaupten, dass früher alles besser gewesen sei, denn das war es mitnichten. Was ich aber fest glaube, ist, dass uns, bevor die Welt digitalisiert wurde und Smartphone und die sozialen Medien das Leben beherrschten, nichts anderes blieb, als uns mit uns selbst und vor allem auch mit Freunden und der Familie zu beschäftigen. Wir streunten auf Wiesen und in Wäldern umher, spielten Völkerball und Gummitwist, aßen Capri-Eis, Ahoi-Brause und Haribo-Erdbeeren, bis uns schlecht war und wir freuten uns, wenn der Kaugummi-Automat mit der knallbunten Süßigkeit auch noch einen Plastikring ausspuckte. Was wir damals aber nicht wussten, und jetzt kommt wieder das Älterwerden ins Spiel, wie glücklich wir wirklich waren und sein konnten. Die Unbeschwertheit von damals ging im Laufe des Lebens verloren, die Momente des Glücks wurden vielleicht weniger oder, wir nahmen sie nicht mehr so bewusst wahr. Die großen und kleinen Sorgen des Alltags nahmen deren Platz ein. Das gilt es zu bekämpfen, finde ich. Das Leben ist in vielen Momenten noch genau so schön wie damals, wir merken es nur nicht, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, unser Leben zu organisieren und zu strukturieren. Warum nicht einfach nur Leben? Denn: Die Kirschen schmecken immer noch genau so gut, das Capri-Eis und der Baggersee sind auch noch da und die Kühltasche im Keller wartet noch immer geduldig darauf, wieder mit Broten und Getränken bestückt zu werden. Also, dann: Carpe Diem!
Ich wünsche Ihnen von Herzen noch einen unbeschwerten Sommer, genussvolle und heitere Augenblicke und viel Spaß mit dem neuen Pablo!

Es grüßt Sie herzlichst,



Ihre
Ellen Heeg

Mode & Styling
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Good vibrations!

Rot und Jeans sind ein zeitloses Duo und sorgen immer für gute Laune. Rot setzt mutige Akzente, zieht Blicke an und verleiht Outfits Energie. Jeans bieten den perfekten, lässigen Gegenpart: klassisch, langlebig und vielseitig kombinierbar. Zusammen entsteht ein Spiel aus Kontrast und Balance – ein rotes Oberteil mit Jeans wirkt einfach immer cool und selbstbewusst.

Wohnen
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Garten
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Gesellschaft & Leben
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Happy Birthday, Mrs. Monroe!

Wie kaum eine andere wurde die amerikanische Schauspielerin Marilyn Monroe als Sexsymbol stilisiert: wasserstoffblond, Schmollmund und üppige Kurven – als Ikone hat sie damit bis heute überlebt. Am 1. Juni dieses Jahres wäre sie100 Jahre alt geworden. Die Aschaffenburger Galerie Boll & Steiniger lädt aus diesem Anlass zur Ausstellung „Marilyn 100“.